Allergie- und Psoriasistherapie mit der augmentierten Akupunktur nach Dr. Covic

Was ist eine augmentierte Akupunktur?

Eine augmentierte, das heißt verstärkte, Akupunktur ist eine Kombinationstherapie aus Akupunktur, Neuraltherapie und Elektrostimulation. Sie zielt darauf ab, dem Patienten gerade dann wenn er durch einen bestehenden Heuschnupfen oder eine andere Allergie akut durch Augenrötung, Niesen, Atembeschwerden oder Juckreiz geplagt wird, eine möglichst schnelle Linderung zu gewähren. Neueste Erfahrungen zeigen, dass auch Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) sehr von der Therapie profitieren können.

Im Unterschied zur traditionell chinesischen Akupunktur wird hierbei unter lokaler Anästhesie unterstützend eine Elektrostimulation eingesetzt. Die Akupunktur wird hierdurch um ein Vielfaches verstärkt und kann dadurch sehr kurzfristig Linderung verschaffen. Gleichzeitig reichen bereits zwei Nadeln aus, um den notwendigen Reiz zu erzeugen. Dies ist besonders für Psoriasis-Patienten wichtig, da eine herkömmliche Akupunktur mit vielen Nadeln wegen des sogenannten Köbner-Phänomens (auslösen der Schuppenflechte durch einen mechanischen Reiz) nicht in Frage kommt.

Für welche Anwendungsgebiete kann die augmentierte Akupunktur eingesetzt werden?

Die augmentierte Akupunktur wird vorwiegend bei Heuschnupfen eingesetzt. Prinzipiell kann das Verfahren aber auch bei jeder anderen akuten Allergie eingesetzt werden. Die Behandlung muss nicht präventiv durchgeführt werden, sondern erfolgt dann wenn die Allergiesymptome wie z.B. Augenbrennen und Nasenlaufen bereits auftreten. Insofern stellt die augmentierte Akupunktur nach Dr. Covic eine Behandlungsalternative zu den üblichen medikamentösen Therapien mit Antihistaminika und schleimhautabschwellenden Substanzen für die Augen und Nase dar.

 

Da die Therapie darauf abzielt, die körpereigene Kortisonproduktion anzuregen, können auch Patienten mit anderen Gesundheitsstörungen, die gewöhnlich mit Kortisongaben behandelt werden, von der Behandlung profitieren. Unsere eigenen Erfahrungen zeigen, dass dies insbesondere bei der Schuppenflechte (Psoriasis) der Fall sein kann.

Wie sieht der praktische Behandlungsablauf aus?

Vor der eigentlichen Behandlung werden in meiner Praxis in Frankfurt - Westend mit einem speziellen medizintechnischen Gerät zwei Akupunkturpunkte im Nackenbereich aufgesucht. Sind die Punkte identifiziert, erfolgt eine oberflächliche Lokalanästhesie der beiden Hautareale durch Injektion einer kleinen Menge Procain in die Haut. Nun erfolgt die Nadelung. Hierfür werden zwei Akupunkturnadeln an den Punkten platziert. Im letzten Schritt wird über die beiden Nadeln ein kurzer elektrischer Stimulationsreiz in das Hautareal gegeben. Die Behandlung ist für den Patienten völlig schmerzfrei.

Die "Kunst" bei der Durchführung der Therapie liegt in dem genauen Lokalisieren der Behandlungspunkte, einer exakten Injektionstechnik und der richtigen Elektrostimulation. Ich freue mich, dass ich durch engen Kontakt zum Institut für Umweltmedizin der Uni Freiburg, sowie durch mehrfachen persönlichen Kontakt zum Begründer der Therapieform, dem ehemaligen Leiter der Anästhesie II am Krankenhaus Konstanz, Dr. med. D. Covic die Technik in der Zwischenzeit perfektionieren konnte.

Wie wirkt die augmentierte Akupunktur?

Der Wirkmechanismus ist, wie bei den meisten Therapien aus dem Bereich der Erfahrungsmedizin, nicht abschließend erforscht. Es wird jedoch folgendes angenommen: Die beiden Akupunkturpunkte im Nackenbereich des Patienten stehen über Nervenverbindungen mit dem Rückenmark und damit auch indirekt mit der Hypophyse und mit der Nebenniere in Verbindung. Letzteres Organ ist im Körper für die Produktion von wichtigen entzündungshemmenden Hormonen verantwortlich. Durch die Akupunktur und den elektrischen Reiz wird die Nebenniere dazu angeregt, diese Hormone vermehrt in den Blutkreislauf abzugeben. Dies führt letztlich zum Rückgang der typischen Allergiesymptome wie Augenrötung und Reizungen der Nasen- und Rachenschleimhaut. Dieser Wirkmechanismus ist jedoch bisher nicht naturwissenschaftlich belegt.

Grenzen der augmentierten Akupunktur

Nach einem Bericht in der Ärztezeitung-online vom 28.01.2010 wurde am Unizentrum für Naturheilkunde Freibung bei etwa 70 % der Behandelten eine deutliche Besserung der Beschwerden für 6 bis 8 Wochen festgestellt. Ein Link zu dem Artikel finden Sie hier. Die augmentierte Akupunktur ist dennoch keine Wunderheilung. Vielmehr stellt sie ein Verfahren aus dem Bereich der Erfahrungsheilkunde dar. Ein Heilungsversprechen kann nicht gegeben werden.

Wer kann mit der augmentierten Akupunktur behandelt werden?

Die Therapie kann bei jedem angewendet werden, der nicht allergisch gegen das dabei verwendete Anästhetikum reagiert. Dies ist äußerst selten. Zur Sicherheit wird in unserer Praxis bei jedem Patienten vor der eigentlichen Behandlung eine mögliche Gegenreaktion getestet. Wir wenden das Verfahren vorsichtshalber nicht bei Kindern unter 12 Jahren, Menschen mit Herzschrittmachern und Schwangeren an, da hierfür keine ausreichenden Erfahrungswerte vorliegen.

Kosten der Behandlung

Die Kosten der augmentierten Akupunktur werden leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Viele private Krankenkassen übernehmen die Kosten. Wir berechnen für die einmalige Behandlung inklusive einer ausführlichen Eingangsuntersuchung ca. 70.-- Euro. Zur Absprache von Behandlungsterminen und für eine telefonische Erstberatung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Übrigens: Im Rhein-Main-Gebiet gibt es derzeit nur eine einzige weitere Praxis, die diese wirkungsvolle Methode anbietet.

Rechtlicher Hinweis: Die Wirkung dieser naturheilkundlichen Behandlung ist lediglich durch Erfahrungen beschrieben. Ein Heilversprechen kann nicht gegeben werden.

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Dr. rer. nat. Knut Eichstaedt - Heilpraktiker, Chiropraktiker, Dilpom-Akupunkteur (DGfAN)